Orthopädie · Fachbeitrag
Hüftarthroskopie Operation
Hüftarthroskopie in Frankfurt: Welche Verfahren gibt es, wie läuft die OP ab und wann ist sie sinnvoll? Jetzt informieren und Termin vereinbaren.
- Ärztlich geprüft
- Aktualisiert: 20. August 2026
- 14 Min Lesezeit
01 · Ueberblick
Das Wichtigste in Kürze
- Hüftarthroskopie nötig bei Labrumriss, Impingement, freien Gelenkkörpern oder Knorpelschäden nach erfolgloser konservativer Therapie
- Häufigstes Verfahren: arthroskopische Labrumnaht oder Labrumglättung kombiniert mit Knochenrekonturierung
- Eingriff in Vollnarkose, typische Dauer 45 bis 90 Minuten
- Reha-Dauer je nach Eingriff 6 bis 16 Wochen bis zur vollen Belastbarkeit
- Termin in Frankfurt beim MainMed MVZ jetzt online vereinbaren
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Hüftarthroskopie: Wann ist dieser Eingriff die richtige Wahl?
Die Hüftarthroskopie ist ein gelenkerhaltender, minimalinvasiver Eingriff, der dann sinnvoll ist, wenn klar definierte strukturelle Schäden im Hüftgelenk vorliegen und nicht-operative Behandlungen keine ausreichende Linderung gebracht haben. Sie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Hüft- oder Leistenschmerzen, die auf eine konkrete mechanische Ursache zurückzuführen sind – etwa einen Riss der Gelenklippe, eine knöcherne Formstörung oder lose Knorpelstücke im Gelenk.
Wann muss das Hüftgelenk arthroskopisch behandelt werden?
Eine operative Behandlung per Hüftarthroskopie ist dann gerechtfertigt, wenn bildgebende Verfahren (MRT, Röntgen) einen strukturellen Befund nachweisen, der die Beschwerden erklärt, und wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikation oder intraartikuläre Injektionen über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten keine ausreichende Verbesserung erzielt haben. Typische Diagnosen, die eine Hüftarthroskopie begründen, sind:
- Femoroazetabuläres Impingement (FAI) – Cam-Typ (pilzförmige Auftreibung am Hüftkopfhals), Pincer-Typ (Überdachung der Pfanne) oder Mischform
- Labrumläsion (Riss oder Degeneration der Gelenklippe)
- Freie Gelenkkörper (abgelöste Knochen- oder Knorpelstücke, die das Gelenk blockieren)
- Umschriebene Knorpelschäden, insbesondere nach Sportverletzungen
- Schleimhautentzündung (Synovitis) mit klarer Ursache
- Erkrankungen des Ligamentum capitis femoris (Hüftkopfbandes)
Keine geeignete Indikation für eine Hüftarthroskopie ist eine bereits weit fortgeschrittene Hüftarthrose mit deutlich verschmälertem Gelenkspalt, da die arthroskopische Behandlung in diesen Fällen keinen nachhaltigen Nutzen bringt. Ebenso schließen schwere Osteoporose, aktive Infektionen im Gelenkbereich oder ausgeprägte Hüftdysplasien den Eingriff in der Regel aus.
Die Operationsverfahren bei der Hüftarthroskopie im Überblick
Je nach Befund kommen bei der Hüftarthroskopie verschiedene Techniken zum Einsatz, die häufig miteinander kombiniert werden. Nachfolgend werden alle gängigen Verfahren erläutert.
Arthroskopischer Ablauf und Zugangswege
Der Patient liegt auf dem Rücken auf einem speziellen Extensionstisch. Über eine Vorrichtung wird ein kontrollierter Zug auf das Bein ausgeübt, um den Gelenkspalt zwischen Hüftkopf (Caput femoris) und Hüftpfanne (Acetabulum) ausreichend zu öffnen – typischerweise um etwa 10 Millimeter. In der Regel werden zwei bis drei kleine Hautschnitte von jeweils wenigen Millimetern Länge angelegt. Durch einen Zugang wird das Arthroskop (eine Miniaturkamera mit Lichtleiter) eingeführt, durch die anderen Zugänge gelangen die Operationsinstrumente ins Gelenk. Ein mobiles Röntgengerät (Bildwandler) ermöglicht dem Operateur während des gesamten Eingriffs eine Echtzeitkontrolle der Instrumentenposition. Die Kamerabilder werden auf einem Monitor im Operationssaal übertragen, sodass der Chirurg alle Strukturen im Gelenk präzise beurteilen und behandeln kann.
Labrumnaht (Refixation der Gelenklippe)
Bei einem frischen oder geeigneten Labrumriss (Riss der Gelenklippe, ICD-10: M24.15) ist die Naht des Labrums die bevorzugte Methode, da sie die natürliche Funktion des Labrums als Dichtring und Stabilisator des Hüftgelenks erhält. Mit speziellen Fadenankern, die in den Pfannenrand eingebracht werden, wird das gerissene Gewebe anatomisch refixiert. Die Entscheidung für eine Naht setzt voraus, dass das Labrumgewebe ausreichend vital und nicht degeneriert ist und dass die angrenzenden Knorpelbereiche intakt sind.
Labrumglättung (Teilresektion der Gelenklippe)
Ist das Labrumgewebe stark degeneriert, ausgefranst oder durch paralabrale Zysten (Hohlräume unter der Gelenklippe) so geschädigt, dass eine Naht nicht mehr möglich ist, werden die einklemmenden Gewebeanteile arthroskopisch abgetragen und geglättet. Ziel ist die Beseitigung der mechanischen Irritation im Gelenk. Bei dieser Methode geht ein Teil der Labrum-Funktion verloren, weshalb die Naht immer bevorzugt wird, wenn sie technisch möglich ist.
Knochenrekonturierung bei Impingement (Cam- und Pincer-Korrektur)
Beim Cam-Impingement (ICD-10: M25.35) liegt eine pilzförmige Auftreibung am Übergang von Hüftkopf zu Schenkelhals vor, die bei Bewegung gegen den Pfannenrand stößt und das Labrum einklemmt. Arthroskopisch wird dieser Knochenvorsprung mit einem rotierenden Fräsinstrument (Shaver) abgetragen und der Hüftkopf-Hals-Übergang anatomisch rekontouriert. Beim Pincer-Impingement überragt der Pfannenrand den Hüftkopf zu stark; hier wird der überschießende Knochenanteil am Pfannenrand abgetragen. Beide Korrekturen können arthroskopisch durchgeführt werden und erfordern keine Auskugelung des Hüftgelenks, wie dies bei einer offenen Operation notwendig wäre.
Entfernung freier Gelenkkörper
Abgelöste Knochen- oder Knorpelstücke (freie Gelenkkörper) können das Hüftgelenk blockieren, einklemmen und weiteren Knorpelschaden verursachen. In Rückenlage des Patienten sinken diese Partikel der Schwerkraft folgend in den unteren Gelenkabschnitt, wo der Operateur sie arthroskopisch lokalisiert und mit einer Greifzange entfernt. Die Arthroskopie ist für diese Aufgabe besonders geeignet, da sie eine direkte Sicht auf alle Gelenkbereiche ermöglicht.
Knorpelglättung (Chondroplastik)
Aufgeraute oder aufgefaserte Knorpeloberflächen werden arthroskopisch vorsichtig geglättet (Chondroplastik), um die Reibung im Gelenk zu reduzieren. Eine radikale großflächige Knorpelabtragung ist nicht zielführend. Die Knorpelglättung ist eine begleitende Maßnahme, die häufig mit anderen Verfahren kombiniert wird.
Mikrofrakturierung zur Knorpelregeneration
Bei umschriebenen, vollschichtigen Knorpeldefekten kann der Knochen unterhalb des geschädigten Bereichs mit einem spitzen Instrument (Ahle) minimal perforiert werden. Durch diese Mikrofrakturierung (ICD-10: M24.05) treten Blut und knochenmarkständige Stammzellen aus, die unter einer Gerinnungsschicht einen Ersatzknorpel aus Faserknorpel bilden. Dieser Faserknorpel hat zwar nicht die mechanischen Eigenschaften des ursprünglichen hyalinen Gelenkknorpels, kann aber in geeigneten Fällen eine Beschwerdelinderung bewirken. Im Hüftgelenk sind die Ergebnisse der Mikrofrakturierung allerdings weniger vorhersehbar als im Kniegelenk, da das Hüftgelenk in der Heilungsphase kaum vollständig entlastet werden kann. Der Einsatz dieses Verfahrens im Hüftgelenk wird daher zurückhaltend und sehr indikationsgestellt vorgenommen.
Knorpelzelltransplantation (autologe Chondrozytentransplantation)
Bei frischen, traumatisch bedingten und lokal begrenzten Knorpelverletzungen – insbesondere nach Sportunfällen bei jüngeren Patienten – kann eine arthroskopische Knorpelzelltransplantation erwogen werden. In einem ersten Eingriff entnimmt der Operateur ein reiskorngroßes Knorpelstück aus einem wenig belasteten Bereich des Hüftgelenks. Die daraus gewonnenen Knorpelzellen (Chondrozyten) werden in einem spezialisierten Labor über mehrere Wochen vermehrt und dann in einem zweiten Eingriff in den Defektbereich eingebracht. Nach sechs bis zwölf Monaten bildet sich echter, elastischer Gelenkknorpel. Voraussetzung ist ein intakter Knorpelrand um den Defekt sowie das Fehlen einer generalisierten Arthrose. Die Nachbehandlung ist anspruchsvoll und erfordert eine sechswöchige Entlastung des operierten Beins.
Synovektomie (Schleimhautabtragung)
Bei entzündlich veränderter Gelenkschleimhaut (Synovitis) – verursacht durch aktivierte Arthrose, rheumatische Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen wie Gicht – kann die entzündete Schleimhaut arthroskopisch abgetragen werden (Synovektomie). Gleichzeitig entnimmt der Operateur Gewebeproben für eine histologische Laboruntersuchung, um die genaue Ursache der Entzündung zu bestimmen und die weitere Behandlung darauf abzustimmen. Gerissene Bandstrukturen wie das Ligamentum capitis femoris (Hüftkopfband) können ebenfalls arthroskopisch entfernt oder rekonstruiert werden.
Zystenbehandlung am Pfannenrand
Paralabrale Zysten (Hohlräume im Knochen unterhalb des Pfannenrandes) entstehen häufig als Folge von Labrumrissen. Kleine Zysten werden arthroskopisch angebohrt, um den Innendruck zu entlasten. Größere Hohlräume werden zunächst ausgeräumt und dann mit geeignetem Material aufgefüllt. Diese Maßnahme wird in der Regel mit der Behandlung des ursächlichen Labrumrisses kombiniert.
So operieren wir im MainMed MVZ Frankfurt
In unserer Praxis legen wir bei der Hüftarthroskopie Wert auf ein gelenkschonendes, minimalinvasives Vorgehen nach aktuellem fachlichem Standard. Unser Ziel ist es, das natürliche Hüftgelenk so lange wie möglich zu erhalten und einem vorzeitigen Gelenkverschleiß entgegenzuwirken. Vor jedem Eingriff erfolgt eine sorgfältige Befundbesprechung, bei der wir gemeinsam mit Ihnen abwägen, ob eine Operation tatsächlich notwendig ist und welches Verfahren in Ihrem individuellen Fall den größten Nutzen verspricht. Dabei berücksichtigen wir Ihren Aktivitätslevel, Ihr Alter und die Schwere des Befundes.
Narkose, Operationsdauer und Aufenthalt
Die Hüftarthroskopie wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt, da für die Traktion (den Zug am Bein zur Öffnung des Gelenkspalts) eine vollständige Muskelentspannung erforderlich ist und die Prozedur für den Patienten sonst unangenehm wäre. In ausgewählten Fällen kann auch eine Spinalanästhesie (Rückenmarksnarkose) eingesetzt werden. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der typischen Eckdaten:
| Aspekt | Typische Angabe |
|---|---|
| Narkoseform | Vollnarkose (Allgemeinanästhesie), alternativ Spinalanästhesie |
| Operationsdauer | 45 bis 90 Minuten, je nach Umfang der Eingriffe |
| Aufenthalt | Häufig ambulant oder kurzer stationärer Aufenthalt (1 Tag) |
| Thromboseprophylaxe | Blutgerinnungshemmende Medikamente für mehrere Wochen nach dem Eingriff |
| Nüchternheit vor OP | 6 Stunden ohne feste Nahrung, 2 Stunden ohne klare Flüssigkeiten |
Am Operationstag werden Sie zunächst von der Anästhesie aufgeklärt und vorbereitet. Nach dem Eingriff verbleiben Sie für einige Stunden zur Überwachung im Aufwachraum. Sobald der Kreislauf stabil ist und Sie ausreichend mobil sind, können Sie – sofern der Eingriff ambulant geplant ist – in Begleitung einer erwachsenen Person nach Hause entlassen werden. Bitte organisieren Sie vorab eine Begleitperson für den Heimweg.
Nachbehandlung nach der Hüftarthroskopie: Schritt für Schritt zur vollen Belastung
Der Heilungsverlauf nach einer Hüftarthroskopie hängt maßgeblich davon ab, welche Eingriffe durchgeführt wurden. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher der Eingriff, desto länger dauert die Rehabilitation.
Erste zwei Wochen: In den ersten 14 Tagen nach dem Eingriff ist körperliche Schonung oberstes Gebot. Sport und zusätzliche Belastungen sind zu vermeiden. Bei einfachen Eingriffen (zum Beispiel Entfernung freier Gelenkkörper oder Labrumglättung) ist eine Vollbelastung mit Unterarmgehstützen in dieser Phase in der Regel möglich. Nach Labrumnaht oder Knochenrekonturierung ist hingegen eine Teilbelastung (Auftreten mit reduziertem Körpergewicht) für vier bis sechs Wochen notwendig, um die Heilung nicht zu gefährden. Die Thromboseprophylaxe mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten wird konsequent eingehalten.
Wochen 3 bis 6: Die Physiotherapie beginnt frühzeitig und ist ein zentraler Bestandteil der Rehabilitation. Übungen zur Mobilisation des Hüftgelenks, zum Aufbau der hüftstabilisierenden Muskulatur und zur Verbesserung der Körperhaltung stehen im Vordergrund. Bewegungseinschränkungen, die durch Vernarbungen entstehen können, werden durch gezielte manuelle Therapie und Dehnübungen vorgebeugt.
Wochen 6 bis 12: Bei unkomplizierten Eingriffen ist in diesem Zeitraum eine schrittweise Rückkehr zu leichten Alltagsaktivitäten möglich. Leichte sportliche Betätigung wie Schwimmen oder Radfahren kann – nach ärztlicher Freigabe – wieder aufgenommen werden. Bürotätigkeiten sind häufig nach zwei bis vier Wochen wieder möglich.
Ab Woche 12 bis 16: Bei gelenkerhaltenden Eingriffen ohne Knorpeltransplantation ist in diesem Zeitraum die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten mit Laufen und Richtungswechseln möglich, sofern die Physiotherapie erfolgreich abgeschlossen wurde und keine Beschwerden bestehen. Nach einer Knorpelzelltransplantation ist eine deutlich längere Schutzphase von sechs bis zwölf Monaten erforderlich.
- Autofahren: frühestens nach vier bis sechs Wochen, nach ärztlicher Freigabe
- Rückkehr zu sitzender Bürotätigkeit: in der Regel nach zwei bis vier Wochen
- Leichter Sport (Schwimmen, Radfahren): ab Woche 6 bis 8 nach ärztlicher Freigabe
- Kontaktsport, intensive Laufbelastung: frühestens nach drei bis vier Monaten
Wann sollten Sie wegen Hüftschmerzen einen Spezialisten aufsuchen?
Sie sollten zeitnah einen Facharzt aufsuchen, wenn Sie unter folgenden Beschwerden leiden, die trotz Schonung und konservativer Maßnahmen nicht besser werden:
- Anhaltende Leisten- oder Hüftschmerzen, die seit mehr als sechs Wochen bestehen
- Plötzlich einschießende Schmerzen oder Gelenkblockierungen beim Gehen oder Treppensteigen
- Schmerzen beim Sitzen, insbesondere beim tiefen Einwinkeln der Hüfte
- Spürbare Bewegungseinschränkung der Hüfte, zum Beispiel beim Schuhe anziehen
- Anlaufschmerz nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen
Je früher ein Hüftimpingement oder ein Labrumriss erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Voraussetzungen für einen gelenkerhaltenden Eingriff. Warten Sie nicht zu lange: Unbehandelte Strukturschäden im Hüftgelenk können das Risiko einer frühzeitigen Hüftarthrose erheblich steigern.
Zweite Meinung gefragt?
Vor einer Hüft-OP lohnt sich der zweite Blick.
Leiden Sie unter anhaltenden Hüft- oder Leistenschmerzen und möchten wissen, ob eine Hüftarthroskopie für Sie in Frage kommt? Im MainMed MVZ Frankfurt beraten wir Sie ehrlich und individuell - mit dem Ziel, so gelenkerhaltend wie möglich vorzugehen und eine Hüftprothese so lange wie möglich hinauszuzögern. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin.
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Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie · MainMed MVZ Frankfurt
Privat & KasseZusammenfassung
Zentrale Erkenntnisse
• Diagnose und Therapie in einem Schritt: Der Operateur kann während der Gelenkspiegelung sofort behandeln - zum Beispiel das Labrum nähen, Knochen abtragen oder freie Gelenkkörper entfernen.
• Gelenkerhaltend vor Gelenkersatz: Die Hüftarthroskopie zielt darauf ab, das natürliche Gelenk zu erhalten und einer Hüftarthrose vorzubeugen oder ihr Fortschreiten zu verlangsamen.
• Klare Grenzen kennen: Bei weit fortgeschrittener Arthrose oder großflächigen Knorpelschäden ist die Arthroskopie nicht mehr ausreichend - dann müssen andere Verfahren wie eine Hüftprothese erwogen werden.
Fazit
FAQ
Haeufig gestellte Fragen
Wann muss eine Hüftarthroskopie durchgeführt werden?
Eine Hüftarthroskopie ist dann indiziert, wenn strukturelle Schäden im Hüftgelenk - wie ein Labrumriss, ein femoroazetabuläres Impingement oder freie Gelenkkörper - bildgebend nachgewiesen wurden und konservative Behandlungen über mindestens drei bis sechs Monate keine ausreichende Besserung gebracht haben. Bei fortgeschrittener Arthrose ist der Eingriff in der Regel nicht mehr zielführend.
Wie lange dauert eine Hüftarthroskopie?
Die reine Operationszeit beträgt je nach Umfang der notwendigen Eingriffe zwischen 45 und 90 Minuten. Einfachere Eingriffe wie die Entfernung freier Gelenkkörper sind kürzer, während eine kombinierte Labrumnaht mit Knochenrekonturierung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Hinzu kommen Vorbereitungs- und Nachbeobachtungszeit.
Wird die Hüftarthroskopie ambulant oder stationär durchgeführt?
In vielen Fällen ist eine Hüftarthroskopie mit einem kurzen stationären Aufenthalt von einem Tag möglich. Dies hängt vom Umfang des Eingriffs, dem Allgemeinzustand des Patienten und den organisatorischen Gegebenheiten der Einrichtung ab.
Wie lange benötige ich Gehstützen nach der Hüftarthroskopie?
Bei einfachen Eingriffen (z.B. Entfernung freier Gelenkkörper) sind Gehstützen nur für die ersten ein bis zwei Wochen zur Sicherheit empfohlen. Nach einer Labrumnaht oder Knochenrekonturierung ist eine Teilbelastung mit Gehstützen für vier bis sechs Wochen notwendig. Die genaue Dauer legt Ihr behandelnder Arzt fest.
Wann darf ich nach einer Hüftarthroskopie wieder Auto fahren und Sport treiben?
Autofahren ist in der Regel frühestens nach vier bis sechs Wochen und nach ausdrücklicher ärztlicher Freigabe möglich. Leichter Sport wie Schwimmen oder Radfahren kann ab Woche 6 bis 8 wieder aufgenommen werden. Kontaktsport oder intensive Laufbelastung ist frühestens nach drei bis vier Monaten erlaubt - nach Knorpelzelltransplantation auch deutlich später.
Welche Risiken hat eine Hüftarthroskopie?
Wie jede Operation birgt auch die Hüftarthroskopie Risiken: Dazu gehören Infektionen, Blutungen, Thrombosen, Nervenschäden (insbesondere durch den Traktionszug) sowie in seltenen Fällen Verletzungen von Gefäßen oder Gelenkstrukturen. Taubheitsgefühle im Dammbereich oder am Fuß durch den Traktionszug sind meist vorübergehend. Ihr Operateur klärt Sie vor dem Eingriff ausführlich über alle relevanten Risiken auf.
Wo wird eine Hüftarthroskopie in Frankfurt durchgeführt?
Im MainMed MVZ Frankfurt beraten wir Sie umfassend, ob und welche Form der Hüftarthroskopie in Ihrem Fall sinnvoll ist. Termine können Sie bequem online vereinbaren.
Medizinische Codierung (ICD-10): M24.15, M16.1, M24.05, S73.0, M25.35









