Orthopädie · Fachbeitrag

Das künstliche Hüftgelenk | Hüftgelenksprothese

Hüft-TEP in Frankfurt: Welche Verfahren gibt es, wie läuft die OP ab und wie lange dauert die Reha? Jetzt informieren und Termin vereinbaren.

  • Ärztlich geprüft
  • Aktualisiert: 18. August 2026
  • 13 Min Lesezeit

01 · Ueberblick

Das Wichtigste zur Hüft-TEP in Kürze

  • Eine Hüft-TEP ist nötig, wenn Arthrose oder Hüftkopfnekrose trotz konservativer Therapie starke Schmerzen und Bewegungseinschränkung verursachen.
  • Häufigstes Verfahren: zementfreie Geradschaft- oder Kurzschaftprothese mit Keramikgleitpaarung.
  • Narkose: Vollnarkose oder Spinalanästhesie; OP-Dauer ca. 60–120 Minuten.
  • Reha-Dauer: stationäre Anschlussheilbehandlung 2–3 Wochen, Rückkehr zur Arbeit nach 6–12 Wochen.
  • Termin für eine Beratung zur Hüft-TEP in Frankfurt jetzt vereinbaren.
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Hüft-TEP: Wann ist das künstliche Hüftgelenk die richtige Wahl?

Das künstliche Hüftgelenk ist dann die richtige Wahl, wenn der Gelenkknorpel so weit zerstört ist, dass Schmerzen und Bewegungseinschränkung den Alltag dauerhaft belasten – und konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen. Der Eingriff ersetzt beide knöchernen Gelenkpartner: den Oberschenkelkopf (Femurkopf) und die Hüftpfanne (Acetabulum). Das Ziel ist die vollständige Wiederherstellung von Schmerzfreiheit und Beweglichkeit.

Hintergrund zur Erkrankung: Was Hüftarthrose ist, wie sie entsteht und welche Symptome sie verursacht, lesen Sie auf unserer Seite Hüftarthrose (Coxarthrose) – Ursachen, Symptome und Diagnose.

Roentgenaufnahme eines Hueftgelenks mit fortgeschrittener Arthrose als Indikation fuer eine Hueftprothese

Wann muss das Hüftgelenk operiert werden?

Die Entscheidung für eine Hüft-TEP ist immer eine individuelle Abwägung zwischen dem Leidensdruck des Patienten, dem Ausmaß der Gelenkzerstörung und den Möglichkeiten der nicht-operativen Behandlung. Grundsätzlich gilt: Erst wenn konservative Therapien – also Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente, Hyaluronsäure-Injektionen oder Gewichtsreduktion – über einen ausreichend langen Zeitraum keine befriedigende Linderung erbracht haben, ist der Schritt zur Operation sinnvoll.

Die häufigsten Erkrankungen, die zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks führen, sind:

  • Hüftarthrose (Coxarthrose, ICD-10: M16.1 / M16.0): Der fortschreitende Verschleiß des Gelenkknorpels mit knöchernen Umbauvorgängen und schmerzhafter Einsteifung des Hüftgelenks ist die mit Abstand häufigste Indikation für eine Hüft-TEP.
  • Hüftkopfnekrose (ICD-10: M87.3): Stirbt der Hüftkopf durch eine Durchblutungsstörung ab, kollabiert er und zerstört das Gelenk – eine Prothese wird dann meist unumgänglich.
  • Oberschenkelhalsbruch (ICD-10: S72.0): Besonders bei älteren Patienten mit Verschiebung des Knochenbruchs und drohender Hüftkopfnekrose ist die sofortige Prothesenversorgung oft die sicherste Option.
  • Hüftdysplasie (ICD-10: M16.3): Eine anlagebedingte Fehlform der Hüftpfanne führt zu vorzeitigem Gelenkverschleiß und kann im Erwachsenenalter eine Prothesenversorgung erforderlich machen.
  • Rheumatoide Arthritis und entzündliche Gelenkerkrankungen: Wenn Entzündungsprozesse das Gelenk dauerhaft zerstören, ist die Hüft-TEP eine etablierte Therapieoption.
Achtung: Wird eine schwere Hüftarthrose oder Hüftkopfnekrose zu lange nicht behandelt, drohen zunehmende Bewegungseinschränkung, Ausweichhaltungen mit Folgeschäden an anderen Gelenken (Knie, Wirbelsäule) sowie ein erhöhtes Sturzrisiko – insbesondere bei älteren Patienten. Ein rechtzeitiges Gespräch mit einem Hüftspezialisten schützt vor diesen Folgeschäden.

Den genauen Zeitpunkt der Operation können Betroffene in den meisten Fällen selbst mitbestimmen. Nur beim frischen Oberschenkelhalsbruch mit Dislokation (Verschiebung) besteht ein zeitkritischer Operationsbedarf.
Individuell angepasste Hueftendoprothese

Künstliches Hüftgelenk: Welche Operationsverfahren gibt es?

Die Hüft-TEP-Chirurgie bietet heute eine breite Palette an Prothesenmodellen, Verankerungstechniken und operativen Zugangswegen. Die Auswahl richtet sich nach Alter, Knochenqualität, Aktivitätsniveau und individueller Anatomie des Patienten. Im Folgenden werden alle gängigen Verfahren erläutert.

Geradschaftprothese (Standardprothese)

Die Geradschaftprothese ist das am längsten etablierte und am häufigsten eingesetzte Prothesenmodell. Ein gerader Metallschaft wird tief in den Markraum des Oberschenkelknochens (Femur) eingebracht und dort entweder zementfrei durch Einwachsen des Knochens oder zementiert mit Knochenzement (Polymethylmethacrylat, PMMA) verankert. Sie eignet sich besonders für Patienten über 60 Jahre mit guter bis mäßiger Knochenqualität. Ihr Vorteil liegt in der jahrzehntelangen klinischen Bewährtheit und der hohen Primärstabilität.

Individualprothese

Die Individualprothese ist eine Weiterentwicklung der Geradschaftprothese. Der Schaft wird dabei nach vorhergehender Computertomographie individuell passend für die besondere Anatomie hergestellt.  Dieses Verfahren eignet sich besonders für jüngere Patienten unter 60 Jahren oder Patienten mit größerer Abweichung von der Normalanatomie. Hierbei wird noch seltener ein Prothesenwechsel (Revision) notwendig und noch größere Bewegungsfreiheiten und Belastungen werden möglich.  Die Individudalprothesen werden ausschließlich zementfrei implantiert.

Zementfreie Verankerung (Press-Fit-Technik)

Bei der zementfreien Verankerung wird die Prothesenkomponente – Schaft oder Pfanne – mit leichtem Übermaß in den vorbereiteten Knochen eingepresst (»Press-Fit«). Die aufgeraute oder poröse Titanoberfläche des Implantats bietet dem Knochen optimale Voraussetzungen zum Einwachsen: Innerhalb von sechs bis zwölf Wochen verzahnen sich die Knochenbälkchen dauerhaft mit der Prothesenoberfläche. Diese Technik gilt als besonders langlebig und wird bevorzugt bei Patienten mit guter Knochenqualität eingesetzt. Unmittelbar nach der Operation ist eine Vollbelastung möglich.

Zementierte Verankerung

Bei der zementierten Verankerung wird der Prothesenschaft mit einer dünnen Schicht Knochenzement (1–2 mm) im Knochen fixiert. Der Zement härtet innerhalb von Minuten aus und ermöglicht eine sofortige, belastungsstabile Verbindung. Diese Technik ist die bevorzugte Option bei Patienten mit eingeschränkter Knochenqualität – etwa bei Osteoporose – da das Einwachsen des Knochens in die Prothesenoberfläche bei schlechter Knochenstruktur nicht zuverlässig gelingt. Eine seltene, aber ernste Komplikation ist die Zementembolie, bei der Zementpartikel in die Blutbahn gelangen.

Hybridprothese

Die Hybridprothese kombiniert beide Verankerungsformen: Der Prothesenschaft wird zementiert, die Hüftpfanne hingegen zementfrei im Press-Fit-Verfahren verankert – oder umgekehrt. Diese Kombination erlaubt eine individuell angepasste Lösung, wenn Schaft und Pfanne unterschiedliche Knochenqualitäten aufweisen.

Gleitpaarungen: Welche Materialkombinationen gibt es?

Die Gleitpaarung bezeichnet das Materialpaar, das zwischen dem künstlichen Hüftkopf und dem Pfanneninlay (Einlage in der Hüftpfanne) reibt. Sie bestimmt maßgeblich die Abriebfestigkeit und damit die Lebensdauer der Prothese. Folgende Kombinationen sind heute gebräuchlich:

  • Keramik auf Keramik: Sehr abriebfest, besonders geeignet für jüngere, aktive Patienten. Erfordert eine präzise Implantation, da die Toleranz gegenüber Winkelabweichungen gering ist.
  • Keramik auf hochvernetztem Polyethylen (XLPE): Gute Abriebfestigkeit bei gleichzeitig höherer Toleranz gegenüber anatomischen Varianten. Häufig eingesetzt bei aktiven Patienten mittleren Alters.
Gut zu wissen: Die Wahl der Gleitpaarung beeinflusst die Standzeit der Hüft-TEP erheblich. Moderne, abriebfeste Materialien wie Keramik und hochvernetztes Polyethylen (XLPE) haben die Häufigkeit von Lockerungen durch Materialabrieb in den vergangenen Jahren deutlich reduziert.

Minimalinvasive Operationszugänge

Unabhängig vom Prothesenmodell unterscheiden sich moderne Hüft-TEP-Operationen im gewählten Zugangsweg. Während traditionelle Zugänge die Durchtrennung von Muskeln erforderten, nutzen minimalinvasive Verfahren anatomisch vorhandene Lücken zwischen den Muskeln. Die bekanntesten Methoden sind der anteriore (vordere) Zugang nach AMIS (»Anterior Minimally Invasive Surgery«) und der anterolaterale Zugang (ALMIS). Vorteile dieser Zugangswege sind kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzmittelgabe nach der OP, schnellere Mobilisation und ein niedrigeres Risiko für eine Hüftgelenksluxation (Ausrenken des künstlichen Gelenks) in der frühen Nachbehandlungsphase.

So operieren wir im MainMed MVZ Frankfurt

In unserer Praxis legen wir bei der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks besonderen Wert auf eine sorgfältige präoperative Planung, die individuelle Auswahl des geeigneten Prothesenmodells und einen gewebeschonenden operativen Zugang nach aktuellem fachlichem Standard. Unser Ziel ist es, Ihnen mit dem kleinstmöglichen Eingriff die bestmögliche Funktion und Langlebigkeit der Hüftprothese zu ermöglichen – so gelenkerhaltend wie möglich, so umfassend wie nötig. Wir begleiten Sie von der ersten Beratung über die Operation bis zur abgeschlossenen Rehabilitation.

Unser Hüftspezialist Dr. Rüger verwendet unterschiedliche Prothesentypen – je nachdem, welche Prothese im jeweiligen Fall am ehesten geeignet ist. Hauptsächlich werden Hüftprothese der Firma DePuy Synthes und hierbei vor allem die Corail-Prothese implantiert. Zur Herstellung einer individualisierten Hüftprothese arbeiten wir mir der Schweizer Firma Symbios zusammen. Bei jedem Patienten wird zuvor eine computergestützte Operationsplanung erstellt und anschließend überwiegend ein muskelschonender, anterolateralen Zugang verwendet. Die Operation selbst findet in den Frankfurter Rotkreuzkliniken und in der Asklepios Klinik Langen statt und wird immer stationär durchgeführt.

Narkose, OP-Dauer und Ablauf am Operationstag

Die Hüft-TEP-Operation wird in der Regel unter Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) oder unter rückenmarksnaher Betäubung (Spinalanästhesie) durchgeführt. Welche Narkoseform für Sie geeignet ist, besprechen Sie im Vorabgespräch mit dem Anästhesisten.

Aspekt Typische Angaben
Narkoseform Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Rückenmarksbetäubung)
OP-Dauer Ca. 60–120 Minuten (je nach Prothesentyp und anatomischen Verhältnissen)
Aufenthalt In der Regel 4–7 Tage stationär
Vollbelastung Unmittelbar nach der Operation möglich (bei zementfreier und zementierter Verankerung)
Erste Mobilisation Bereits am Operationstag oder am ersten postoperativen Tag

Am Operationstag werden Sie nüchtern in die Klinik aufgenommen, erhalten die Narkose und werden anschließend in Seiten- oder Rückenlage operiert. Nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum überwacht, bevor Sie auf die Station verlegt werden. Die Physiotherapie beginnt in aller Regel bereits am Abend des Operationstages oder am frühen nächsten Morgen.

Tipp: Bereiten Sie Ihr Zuhause bereits vor der Operation vor: Toilettensitzerhöhung, rutschfeste Badematten, griffbereite Alltagsgegenstände auf Hüfthöhe und ggf. ein Duschhocker erleichtern den Alltag in den ersten Wochen nach dem Eingriff erheblich.

Roentgenaufnahme einer zementiert verankerten Hueftendoprothese

Nachbehandlung nach der Hüft-TEP: Reha und Rückkehr in den Alltag

Die Nachbehandlung nach einem künstlichen Hüftgelenk folgt einem strukturierten Stufenplan und beginnt noch im Krankenhaus. Ziel ist eine schnelle, sichere Wiederherstellung der vollen Gehfähigkeit und Selbstständigkeit.

Erste Wochen nach der Operation: Unmittelbar nach dem Eingriff ist – unabhängig von der Verankerungsform – eine Vollbelastung des operierten Beins erlaubt. Gehstützen werden in den ersten zwei bis vier Wochen zur Sicherheit und Entlastung der umliegenden Muskulatur empfohlen, sind aber keine Pflicht zur Schonung der Prothese selbst. Eine Hüftluxationsprophylaxe (Maßnahmen zur Vorbeugung des Ausrenkens) ist in den ersten sechs Monaten wichtig: Tiefes Bücken, starkes Anwinkeln des Hüftgelenks über 90 Grad sowie das Überkreuzen der Beine sollten vermieden werden.

Anschlussheilbehandlung (AHB) / Rehabilitation: Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt empfehlen die geltenden Leitlinien eine stationäre oder ambulante Rehabilitation von zwei bis drei Wochen Dauer. In der Reha werden Muskelkraft, Koordination und Gangbild systematisch trainiert.

  • Woche 1–6: Gehstützen, Gangschulung, Aufbau von Muskelkraft und Bewegungsumfang, Schwellungsreduktion.
  • Woche 6–12: Steigerung der Alltagsbelastung, Beginn leichter Ausdaueraktivitäten (Radfahren, Schwimmen, Aquajogging).
  • Ab Woche 12: Rückkehr zu gelenkschonenden Sportarten möglich; intensive Belastungen und Sportarten mit abrupten Richtungswechseln (Skifahren, Tennis, Kampfsport) sollten dauerhaft gemieden werden.

Rückkehr zur Arbeit: Bei überwiegend sitzender Tätigkeit ist eine Rückkehr nach etwa sechs Wochen realistisch. Berufe mit längerem Stehen oder Gehen erfordern in der Regel eine Krankschreibung von zehn bis zwölf Wochen.

Autofahren: Das selbstständige Führen eines Kraftfahrzeugs ist nach etwa sechs Wochen wieder möglich, sofern Sie sicher auf Notbremssituationen reagieren können. Die endgültige Entscheidung liegt bei Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt.

Sport: Gelenkschonende Aktivitäten wie Radfahren, Nordic Walking, Wandern, Schwimmen und Aquajogging sind nach abgeschlossener Reha ausdrücklich erwünscht – sie stärken die Muskulatur und fördern die Langlebigkeit der Prothese. Gelenkbelastende Sportarten mit hohem Stoß- und Drehmoment sollten dauerhaft vermieden werden.

Tipp: Eine intensive präoperative Vorbereitung – mindestens zwei bis drei Wochen vor der Operation mit moderater Bewegung, eiweißreicher Ernährung und Nikotinverzicht – verbessert nachweislich die Wundheilung und beschleunigt die Erholung nach dem Eingriff.

Haben Sie Fragen zur Hüft-TEP? Wann sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen?

Wenn Hüftschmerzen Ihren Alltag dauerhaft einschränken, konservative Behandlungen keine ausreichende Erleichterung bringen oder Ihr Arzt bereits eine fortgeschrittene Hüftarthrose festgestellt hat, ist ein Gespräch mit einem Hüftspezialisten der nächste sinnvolle Schritt. Auch wenn Sie eine Zweitmeinung zu einer bereits empfohlenen Operation wünschen oder sich über die verschiedenen Prothesenmodelle und Zugangswege informieren möchten, stehen wir Ihnen im MainMed MVZ Frankfurt gerne zur Verfügung.

Moderne Hüftprothesen halten bei fachgerechter Implantation und gelenkschonender Lebensweise 20 bis 25 Jahre – in vielen Fällen sogar länger. Patienten, die den Eingriff nach reiflicher Überlegung und guter Vorbereitung durchführen lassen, profitieren in aller Regel von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität. Eine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis kann und darf kein Arzt geben – aber eine ehrliche, fundierte Aufklärung ist unser Anspruch.

Achtung: Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn Sie nach einer Hüft-TEP plötzlich starke Schmerzen, eine sichtbare Fehlstellung des Beins, Fieber über 38,5 °C oder eine Rötung und Erwärmung der Operationswunde bemerken. Diese Zeichen können auf eine Prothesenlockerung, eine Infektion oder eine Luxation (Ausrenken) hinweisen und erfordern sofortige Behandlung.

Zweite Meinung gefragt?

Vor einer Hüft-OP lohnt sich der zweite Blick.

Steht bei Ihnen eine Hüft-TEP im Raum und suchen Sie eine fundierte Zweitmeinung in Frankfurt? Im MainMed MVZ beraten wir Sie ehrlich, ob und welches Prothesenmodell für Ihre individuelle Situation sinnvoll ist – mit dem Ziel, so gelenkerhaltend wie möglich vorzugehen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin.

Ihre Zweitmeinung erhalten Sie bei

Dr. med. Florian Rüger

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie · MainMed MVZ Frankfurt

Dr. med. Florian Rüger im MainMed MVZ Frankfurt Privat & Kasse

Zusammenfassung

Zentrale Erkenntnisse

Häufige Indikationen: Fortgeschrittene Coxarthrose (Hüftarthrose), Hüftkopfnekrose, Hüftdysplasie und bestimmte Oberschenkelhalsbrüche sind die typischen Gründe für eine Hüft-TEP.

Prothesenvielfalt: Je nach Alter, Knochenqualität und Aktivitätsniveau kommen Kurzschaft-, Geradschaft- oder Individualprothesen mit unterschiedlichen Gleitpaarungen zum Einsatz.

Minimalinvasive Technik: Moderne muskelschonende Zugangswege ermöglichen eine schnellere Mobilisation und geringere Schmerzmittelgabe nach der Operation.

Haltbarkeit: Bei korrekter Implantation und gelenkschonender Lebensweise beträgt die Standzeit moderner Hüftprothesen 20–25 Jahre.

Fazit

FAQ

Haeufig gestellte Fragen

Wann ist eine Hüft-TEP (künstliches Hüftgelenk) notwendig?

Eine Hüft-TEP ist in der Regel dann notwendig, wenn eine fortgeschrittene Hüftarthrose, eine Hüftkopfnekrose oder ein Oberschenkelhalsbruch trotz konservativer Therapie dauerhaft starke Schmerzen und eine erhebliche Bewegungseinschränkung verursachen. Die Entscheidung trifft der Hüftorthopäde gemeinsam mit dem Patienten auf Basis von klinischer Untersuchung, Röntgenbefund und individuellem Leidensdruck.

Wie lange dauert die Operation eines künstlichen Hüftgelenks?

Die Implantation einer Hüft-TEP dauert je nach Prothesenmodell, Zugangsweg und anatomischen Verhältnissen in der Regel 60 bis 120 Minuten. Hinzu kommen Vor- und Nachbereitungszeiten im Operationssaal.

Wird die Hüft-TEP ambulant oder stationär durchgeführt?

In Deutschland wird die Hüft-TEP überwiegend stationär mit einem Krankenhausaufenthalt von vier bis sieben Tagen durchgeführt. In spezialisierten Zentren sind in ausgewählten Fällen auch ambulante oder kurzstationäre Konzepte möglich.

Wie lange benötige ich nach der Hüft-TEP Gehstützen und bin ich krankgeschrieben?

Gehstützen werden zur Sicherheit in der Regel für zwei bis vier Wochen empfohlen. Die Krankschreibung beträgt bei sitzender Tätigkeit etwa sechs Wochen, bei körperlich anspruchsvollen Berufen zehn bis zwölf Wochen. Die genaue Dauer hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab.

Wann darf ich nach der Hüft-TEP wieder Auto fahren und Sport treiben?

Autofahren ist nach etwa sechs Wochen wieder möglich, sobald Sie sicher auf Notbremssituationen reagieren können. Leichte gelenkschonende Sportarten wie Radfahren und Schwimmen sind nach abgeschlossener Rehabilitation (ca. 12 Wochen) erlaubt. Intensiver Sport mit abrupten Richtungswechseln sollte dauerhaft gemieden werden.

Welche Risiken hat die Hüft-TEP-Operation?

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen Risiken: allgemeine Komplikationen wie Wundinfektionen, Thrombosen oder Narkosezwischenfälle sowie prothesenspezifische Risiken wie Hüftluxation (Ausrenken), Beinlängendifferenz, Nerven- oder Gefäßverletzungen sowie langfristig Prothesenlockerung oder -infektion. Durch erfahrene Operateure, moderne Implantate und konsequente Nachsorge lassen sich diese Risiken erheblich reduzieren.

Wo kann ich eine Hüft-TEP in Frankfurt durchführen lassen?

Im MainMed MVZ Frankfurt beraten Sie Dr. Rüger und sein Team umfassend zur Indikation, zum geeigneten Prothesenmodell und zum operativen Vorgehen. Termine können Sie bequem online vereinbaren.

Medizinische Codierung (ICD-10): M16.1, M16.0, M16.9, S72.0, M87.3

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