Orthopädie · Fachbeitrag

Endoprothetik: der künstliche Gelenkersatz

Wann ist ein künstliches Gelenk nötig? Alle Verfahren der Endoprothetik erklärt: Voll-, Teil- und Revisionsprothetik. Jetzt Termin vereinbaren.

  • Ärztlich geprüft
  • Aktualisiert: 20. August 2026
  • 12 Min Lesezeit

01 · Ueberblick

Das Wichtigste zur Endoprothetik in Kürze

  • Eine Endoprothese ist nötig, wenn Gelenkverschleiß trotz konservativer Therapie starke Schmerzen verursacht.
  • Häufigstes Verfahren: zementierte oder teilzementierte Oberflächenersatzprothese (Knie) bzw. Totalendoprothese (Hüfte).
  • Narkose: Vollnarkose oder Spinalanästhesie; OP-Dauer je nach Gelenk 60–120 Minuten.
  • Reha-Dauer: stationäre Anschlussheilbehandlung 1–3 Wochen, ambulante Physiotherapie 3–6 Monate.
  • Termin in Frankfurt: Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie persönlich im MainMed MVZ.
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Endoprothetik: Wann ist ein künstliches Gelenk die richtige Wahl?

Ein künstlicher Gelenkersatz ist dann die richtige Wahl, wenn der Knorpel eines Gelenks so weit abgerieben ist, dass Knochen auf Knochen reibt, starke Dauerschmerzen entstehen und die Beweglichkeit dauerhaft eingeschränkt bleibt. Arthrose (Gelenkverschleiß, ICD-10: M16.1 für die Hüfte, M17.1 für das Knie) ist die häufigste Ursache, seltener führen schwere Unfallfolgen oder entzündlich-rheumatische Erkrankungen zur gleichen Konsequenz. Biologische Knorpelrekonstruktionen oder Gelenkumstellungen (Osteotomien) sind bei vollständig zerstörten Flächen nicht mehr wirksam – dann bleibt der endoprothetische Ersatz als zuverlässige Option.

Hintergrund zur Erkrankung: Was Arthrose ist, wie sie entsteht und welche Symptome sie verursacht, lesen Sie auf unserer Seite Arthrose – Ursachen, Symptome und Diagnose.

Wann muss operiert werden – und wann reicht konservative Therapie?

Die Entscheidung für eine Endoprothese wird immer individuell und nach Ausschöpfung aller nicht-operativen Möglichkeiten getroffen. Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Hyaluronsäure-Injektionen oder Eigenbluttherapie (PRP) können Schmerzen lindern und den Eingriff hinauszögern – sie heilen den Knorpelschaden jedoch nicht. Laut der AWMF-Leitlinie »Gonarthrose« (Register-Nr. 033-004) ist die Implantation einer Knieendoprothese indiziert, wenn radiologisch eine fortgeschrittene Arthrose nachgewiesen ist, die Beschwerden unter konservativer Therapie persistieren und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt ist.

Risiken, wenn ein notwendiger Eingriff zu lange aufgeschoben wird, umfassen fortschreitenden Knochenverlust, zunehmende Muskelatrophie (Muskelschwund) und eine Verschlechterung der Operationsbedingungen, die den Eingriff technisch anspruchsvoller macht. Eine frühzeitige fachärztliche Beurteilung ist daher empfehlenswert.

Achtung: Starke Ruheschmerzen, nächtliche Schmerzen oder eine rasch zunehmende Gehstreckenverkürzung sind Warnsignale, die eine zeitnahe orthopädische Abklärung erfordern. Warten Sie nicht zu lange – ein stark fortgeschrittener Knochenverlust kann die Wahl des geeigneten Implantats einschränken.

Standard-Hueftendoprothese mit Schaft, Kopf und Pfanne

Endoprothetik-Verfahren im Überblick: Welche Prothese für welches Problem?

Die Wahl des Implantats richtet sich nach dem betroffenen Gelenk, dem Ausmaß des Schadens, dem Alter und dem Aktivitätsniveau der Patientin oder des Patienten sowie dem Zustand der Bänder. Grundsätzlich gilt: So viel gesundes Gelenk wie möglich erhalten, nur das wirklich Zerstörte ersetzen.

Vollprothese (Totalendoprothese, TEP): kompletter Oberflächenersatz

Die Totalendoprothese (TEP, OPS-Kode 5-822 für das Knie, 5-820 für die Hüfte) ersetzt sämtliche Gelenkflächen eines Gelenks. Am Knie werden die Knorpelflächen von Oberschenkel- und Schienbeinknochen durch speziell gehärtete Metallkomponenten – häufig aus Kobalt-Chrom-Legierungen oder dem besonders abriebfesten Material Oxinium – ersetzt. Ein hochvernetzter Kunststoff (Polyethylen) übernimmt dabei die Funktion des Meniskus als Gleitfläche zwischen den Metallteilen. Die Verankerung erfolgt je nach Knochenqualität zementiert, teilzementiert oder zementfrei. Bänder und Sehnen bleiben weitgehend erhalten. Moderne anatomische Systeme – etwa solche mit kreuzbanderhaltenden oder kreuzbandersetzenden Designs – versuchen, den natürlichen Roll-Gleit-Mechanismus des Kniegelenks möglichst genau nachzubilden und so Beweglichkeit und Stabilität zu verbessern. Die Hüft-TEP besteht aus einer Pfannenkomponente (im Beckenknochen) und einem Schaft mit Kugelkopf (im Oberschenkelknochen); moderne Gleitpaarungen aus Keramik oder hochvernetztem Polyethylen erreichen sehr niedrige Abriebwerte.

Unikondyläre Teilprothese (Schlittenprothese): Erhalt gesunder Gelenkanteile

Ist der Verschleiß auf den inneren (medialen) oder äußeren (lateralen) Gelenkabschnitt des Knies beschränkt und sind die Kreuzbänder intakt, kommt eine unikondyläre Schlittenprothese in Betracht. Dieses Implantat ersetzt ausschließlich den betroffenen Kompartiment (Gelenkabschnitt) und lässt den gesunden Teil des Gelenks unberührt. Der Eingriff ist minimalinvasiver als eine Totalprothese, der Blutverlust geringer und die Rehabilitation in der Regel kürzer. Bewegliche Meniskusimplantate zwischen den Metallkomponenten sorgen für biomechanisch günstige Kraftübertragung. Langzeitdaten bewährter Systeme zeigen gute Standzeiten von über zehn Jahren bei geeigneten Patienten.

Patellofemorale Prothese: Ersatz des Kniescheibenlagers

Ist ausschließlich das Gelenk zwischen Kniescheibe (Patella) und Oberschenkelknochen (Femur) verschlissen – häufig nach Verletzungen oder bei Fehlstellungen –, kann eine patellofemorale Unikompartmentprothese (ICD-10: M22.3) implantiert werden. Dieser selektive Ersatz schont alle anderen Gelenkanteile sowie die Kreuzbänder vollständig. Typische Beschwerden sind Schmerzen beim Treppensteigen sowie beim Berg-auf- und Berg-abgehen.

Bikompartmentelle Versorgung: zwei Abschnitte, ein Eingriff

Sind sowohl der innere Gelenkabschnitt als auch das Kniescheibenlager verschlissen, kann eine bikompartmentelle Prothese beide Bereiche in einem Eingriff versorgen, während der äußere Gelenkabschnitt und die Kreuzbänder erhalten bleiben. Dieses Verfahren ist ein Mittelweg zwischen Teilprothese und Totalendoprothese und kann bei geeigneter Indikation ein besonders gutes funktionelles Ergebnis liefern.

Individuelle Miniprothese (Episealer): Brücke zwischen Knorpelchirurgie und Gelenkersatz

Für begrenzte, isolierte Knorpelschäden, die sich biologisch nicht mehr reparieren lassen, aber noch keinen vollständigen Gelenkersatz erfordern, steht seit einigen Jahren eine patientenindividuell gefertigte Miniprothese zur Verfügung. Mithilfe spezieller MRT-Aufnahmen wird ein dreidimensionales Modell des Gelenks erstellt; daraus wird eine maßgeschneiderte Metallkappe gefertigt, die exakt in den Defekt eingepasst wird. Ziel ist es, den Übergang zur Totalendoprothese hinauszuzögern oder zu vermeiden. Dieses Verfahren eignet sich besonders für jüngere, aktive Patientinnen und Patienten mit umschriebenen Defekten.

Revisionsendoprothese (Prothesenwechsel): wenn das erste Implantat versagt

Versagt eine Prothese – durch Verschleiß der Gleitpaarung (meist nach mehr als zehn Jahren), eine Protheseninfektion oder mechanische Lockerung –, ist ein Wechseleingriff (Revision) notwendig. Laut Deutschem Endoprothesenregister wurden 2018 neben rund 120.000 Erstimplantationen am Knie knapp 13.000 Revisionseingriffe vorgenommen. Je nach Ursache erfolgt der Wechsel einzeitig (Entfernung und sofortiger Ersatz in einer Operation) oder zweizeitig (zunächst Entfernung und Einlage eines antibiotikahaltigen Platzhalters, sogenannter Spacer, dann in einem zweiten Eingriff Einsetzen der neuen Prothese). Revisionsimplantate sind modular aufgebaut (Baukastenprinzip), um knochensparend und individuell auf den vorhandenen Knochen eingehen zu können.

Gut zu wissen: Moderne Implantate aus Oxinium (oxidiertem Zirkonium) oder Keramik erzeugen deutlich weniger Abriebpartikel als herkömmliche Kobalt-Chrom-Legierungen. Dies verlängert die Standzeit und reduziert das Risiko von Lockerungen durch Abriebpartikel – ein wichtiger Vorteil besonders für jüngere und körperlich aktive Patientinnen und Patienten.

Unser Vorgehen bei der Endoprothesen-Operation im MainMed MVZ

In unserer Praxis orientieren wir uns bei allen endoprothetischen Eingriffen am aktuellen Stand der wissenschaftlichen Leitlinien und legen besonderen Wert auf ein gelenkerhaltendes, individuell abgestimmtes Vorgehen. Unser Ziel ist es, so viel gesundes Gelenk und intakte Bandstrukturen wie möglich zu bewahren und nur die tatsächlich zerstörten Anteile zu ersetzen. Minimalinvasive Operationstechniken mit schonender Behandlung von Muskeln und Sehnen stehen dabei im Vordergrund, um die Rehabilitationszeit zu verkürzen und das funktionelle Ergebnis zu optimieren. Die Auswahl des geeigneten Implantats treffen wir gemeinsam mit Ihnen auf Grundlage einer sorgfältigen Diagnostik, Ihrer individuellen Anatomie und Ihrer persönlichen Anforderungen an Mobilität und Alltagsaktivität.

Narkose, OP-Dauer und Klinikaufenthalt bei der Endoprothesen-OP

Endoprothetische Eingriffe werden in der Regel unter Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) oder rückenmarksnaher Betäubung (Spinalanästhesie) durchgeführt. Welche Narkoseform für Sie geeignet ist, entscheidet der Anästhesist (Narkosearzt) im Aufklärungsgespräch vor der Operation gemeinsam mit Ihnen – dabei fließen Vorerkrankungen, Medikamente und persönliche Präferenzen ein. Am Morgen des Operationstags werden Sie nüchtern in die Klinik aufgenommen, es erfolgen Blutdruckmessung, EKG und ggf. weitere Kontrolluntersuchungen. Nach der Operation werden Sie im Aufwachraum überwacht, bevor Sie auf die Station verlegt werden.

Aspekt Typische Angaben
Narkoseform Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Betäubung ab der Körpermitte)
OP-Dauer (Erstimplantation) 60–120 Minuten je nach Gelenk und Verfahren
OP-Dauer (Revision/Wechsel) 90–180 Minuten, abhängig von Komplexität
Hautschnittlänge (minimalinvasiv) Etwa 6–12 cm
Stationärer Aufenthalt Typisch 5–10 Tage
Ambulant möglich? In ausgewählten Fällen – abhängig von Gelenk, Gesundheitszustand und häuslicher Versorgung
Gut zu wissen: Computergestützte Navigationssysteme und patientenspezifische Instrumente (auf Basis von CT- oder MRT-Daten individuell gefertigt) können bei schwierigen anatomischen Verhältnissen – etwa nach Voroperationen oder bei ausgeprägten Achsfehlstellungen – die Präzision der Implantatpositionierung verbessern und die Knochenschonung erhöhen.

Roentgenaufnahme einer unzementiert verankerten Hueftendoprothese

Nachbehandlung nach der Endoprothesen-OP: Reha und Rückkehr in den Alltag

Die Nachbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation: Bereits am ersten postoperativen Tag dürfen Sie in der Regel unter Anleitung der Physiotherapie aufstehen und erste Schritte an Unterarmgehstützen unternehmen. Das operierte Bein wird dabei zunächst nur teilbelastet; die Vollbelastung wird schrittweise gesteigert. Eine Bewegungsschiene (Motorschiene) kann in den ersten Tagen eingesetzt werden, um die Gelenkbeweglichkeit passiv zu fördern und Schwellungen zu reduzieren.

  • Stationäre Rehabilitation: Im Anschluss an den Klinikaufenthalt empfiehlt sich häufig eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) von ein bis drei Wochen Dauer, in der Physiotherapie, Gangschule und Kraftaufbau intensiv durchgeführt werden.
  • Ambulante Physiotherapie: Nach der stationären Reha wird die Übungsbehandlung ambulant in einer wohnortnahen Physiotherapiepraxis fortgesetzt. Übliche Dauer: drei bis sechs Monate.
  • Gehstützen: Unterarmgehstützen werden in der Regel für vier bis sechs Wochen benötigt, bis die Muskulatur ausreichend gekräftigt ist und das Gangbild sicher ist.
  • Arbeitsunfähigkeit: Bei überwiegend sitzender Tätigkeit ist eine Rückkehr zur Arbeit häufig nach sechs bis acht Wochen möglich; körperlich belastende Berufe erfordern drei bis sechs Monate.
  • Autofahren: Das Führen eines Kraftfahrzeugs ist nach einer Knie- oder Hüft-TEP in der Regel frühestens nach sechs bis acht Wochen und nach ausdrücklicher Freigabe durch den behandelnden Arzt erlaubt.
  • Sport: Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking sind nach vollständiger Wundheilung und ausreichendem Muskelaufbau – typischerweise ab dem dritten bis sechsten Monat – möglich. Kontaktsportarten oder Sportarten mit hoher Stoßbelastung sollten dauerhaft vermieden werden.
Tipp: Beginnen Sie bereits vor der Operation mit gezielter Kräftigung der Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur (sogenannte Prähabilitaion). Eine gut trainierte Muskulatur vor dem Eingriff beschleunigt nachweislich die Erholung danach und verbessert das funktionelle Ergebnis. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem geeigneten Übungsprogramm.

Unsicher, ob eine Endoprothese wirklich nötig ist – wann sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen?

Eine Endoprothese ist eine dauerhafte Entscheidung, die gut überlegt sein will. Suchen Sie einen spezialisierten Facharzt auf, wenn Sie unter anhaltenden Gelenkschmerzen leiden, die Ihren Schlaf stören oder Sie im Alltag stark einschränken, wenn Sie trotz konservativer Behandlung keine ausreichende Linderung erfahren haben oder wenn Ihr Arzt auf Röntgenbildern einen fortgeschrittenen Gelenkverschleiß festgestellt hat. Auch wenn Sie eine Zweitmeinung zu einem bereits empfohlenen Eingriff einholen möchten, sind Sie bei uns richtig. Ziel unserer Beratung ist es, gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche individuelle Lösung zu finden – ob das eine gelenkerhaltende Alternative, eine Teilprothese oder eine Totalendoprothese ist. Je früher Sie sich beraten lassen, desto mehr Optionen stehen zur Verfügung.

Zweite Meinung gefragt?

Vor einer Operation lohnt sich der zweite Blick.

Steht bei Ihnen eine Endoprothesen-Operation im Raum und Sie möchten wissen, ob wirklich keine gelenkerhaltende Alternative mehr möglich ist? Im MainMed MVZ Frankfurt beraten wir Sie ehrlich und umfassend – mit dem Ziel, so gelenksschonend wie möglich vorzugehen und gemeinsam die für Sie passende Lösung zu finden. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin.

Ihre Zweitmeinung erhalten Sie bei

Dr. med. Florian Rüger

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie · MainMed MVZ Frankfurt

Dr. med. Florian Rüger im MainMed MVZ Frankfurt Privat & Kasse

Zusammenfassung

Zentrale Erkenntnisse

Indikation: Endoprothetik ist die letzte therapeutische Option bei vollständig zerstörten Gelenkflächen, wenn alle konservativen und gelenkerhaltenden Verfahren ausgeschöpft sind.

Verfahrensvielfalt: Je nach betroffenem Gelenk und Ausmaß des Schadens stehen Vollprothesen, unikondyläre Teilprothesen, patellofemorale Prothesen, bikompartmentelle Versorgungen sowie individuelle Miniprothesen zur Verfügung.

Minimalinvasiv: Moderne Eingriffe erfolgen über Hautschnitte von sechs bis zwölf Zentimetern; Muskeln und Sehnen werden weitgehend geschont, was die Erholungszeit verkürzt.

Langlebigkeit: Hochvernetzte Kunststoffe und Oxiniumoberflächen senken den Abrieb erheblich und verlängern die Standzeit moderner Implantate auf häufig mehr als 20 Jahre.

Fazit

FAQ

Haeufig gestellte Fragen

Wann ist eine Endoprothese wirklich notwendig?

Eine Endoprothese ist notwendig, wenn der Gelenkverschleiß so weit fortgeschritten ist, dass konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmittel oder Injektionen keine ausreichende Linderung mehr bringen und die Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist. Die Entscheidung basiert auf Röntgenbefund, Beschwerdeintensität und dem individuellen Leidensdruck – nie allein auf einem Bild.

Wie lange dauert eine Endoprothesen-Operation?

Eine Erstimplantation am Knie oder an der Hüfte dauert in der Regel 60 bis 120 Minuten. Revisionseingriffe (Prothesenwechsel) können aufgrund der höheren Komplexität 90 bis 180 Minuten oder länger in Anspruch nehmen. Hinzu kommen Vorbereitung und Nachbetreuung im Aufwachraum.

Wird die Endoprothesen-OP ambulant oder stationär durchgeführt?

Endoprothetische Eingriffe werden in Deutschland überwiegend stationär durchgeführt, da die unmittelbare postoperative Überwachung, Schmerztherapie und Physiotherapie eine klinische Umgebung erfordern. In ausgewählten Fällen und bei optimaler häuslicher Versorgung sind ambulante oder kurzstationäre Konzepte möglich.

Wie lange benötige ich Gehstützen nach der Operation?

In der Regel werden Unterarmgehstützen für vier bis sechs Wochen nach der Operation benötigt. Die genaue Dauer hängt vom operierten Gelenk, dem verwendeten Implantat und Ihrem individuellen Heilungsverlauf ab. Ihr behandelnder Arzt und die Physiotherapie geben Ihnen klare Vorgaben für den Belastungsaufbau.

Wann darf ich nach der Endoprothesen-OP wieder Auto fahren und Sport treiben?

Das Autofahren ist nach einer Knie- oder Hüft-Endoprothese in der Regel frühestens nach sechs bis acht Wochen erlaubt – nach ausdrücklicher Freigabe durch Ihren Arzt. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren sind häufig ab dem dritten bis sechsten Monat möglich; Kontaktsport oder Sportarten mit hoher Stoßbelastung sollten dauerhaft vermieden werden.

Welche Risiken hat eine Endoprothesen-Operation?

Wie bei jedem größeren chirurgischen Eingriff bestehen allgemeine Risiken wie Wundinfektionen, Thrombosen (Blutgerinnsel in den Beinvenen) oder Nerven- und Gefäßverletzungen. Spezifische Risiken der Endoprothetik umfassen Implantatlockerung, Protheseninfektion, Beinlängendifferenz sowie – selten – Implantatbruch oder -versagen. Moderne OP-Techniken, Thromboseprophylaxe und engmaschige Nachsorge minimieren diese Risiken erheblich.

Wo wird Endoprothetik in Frankfurt durchgeführt?

Im MainMed MVZ Frankfurt beraten Sie Dr. Rüger und sein Team umfassend zu allen Fragen der Endoprothetik – von der Indikationsstellung über die Wahl des geeigneten Implantats bis zur Nachsorge. Termine können Sie bequem online vereinbaren.

Medizinische Codierung (ICD-10): M16.1, M17.1, M19.0, Z96.6, Z96.4

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