Orthopädie · Fachbeitrag

Kreuzbandplastik Operation

Kreuzbandplastik in Frankfurt: Welche OP-Verfahren gibt es, wie läuft der Eingriff ab und wann ist er wirklich nötig? Jetzt Termin vereinbaren.

  • Ärztlich geprüft
  • Aktualisiert: 18. August 2026
  • 13 Min Lesezeit

01 · Ueberblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Kreuzbandplastik nötig bei vollständigem Riss mit Knieinstabilität oder sportlicher Aktivität
  • Häufigstes Verfahren: arthroskopische Sehnentransplantation (autologes Transplantat)
  • Narkose: Spinalanästhesie oder Vollnarkose; OP-Dauer ca. 60 Minuten
  • Vollbelastung nach 1–2 Wochen, Rückkehr zum Sport frühestens nach 6 Monaten
Auf dieser Seite

Kreuzbandplastik: Wann ist die Operation nötig?

Die Kreuzbandplastik ist die operative Standardmethode nach einem vollständigen Riss des vorderen Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum anterius, ICD-10: S83.5 / M23.61), wenn das Kniegelenk dauerhaft instabil bleibt. Das vordere Kreuzband heilt nach einem vollständigen Riss biologisch nicht von selbst aus, weil es von Gelenkflüssigkeit umspült wird und keine ausreichende Blutversorgung für eine eigenständige Narbenbildung erhält. Ohne operativen Ersatz drohen mit der Zeit Folgeschäden: Meniskusrisse durch wiederkehrende Instabilitätsepisoden, Knorpelverschleiß und schließlich eine vorzeitige Kniearthrose (Gonarthrose, ICD-10: M17).

Hintergrund zur Erkrankung: Was ein Kreuzbandriss ist, wie er entsteht und welche Symptome er verursacht, lesen Sie auf unserer Seite Kreuzbandriss – Ursachen, Symptome und Diagnose.

Wann muss das Kreuzband operiert werden?

Ob eine Kreuzbandplastik notwendig ist, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab – eine pauschale Antwort gibt es nicht. Grundsätzlich empfehlen aktuelle Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) die operative Versorgung in folgenden Situationen:

  • Vollständiger Kreuzbandriss (Ruptur über mehr als 50 % des Banddurchmessers) mit persistierender Knieinstabilität
  • Gleichzeitige Verletzungen von Meniskus, Innenband oder Außenband
  • Sportlich aktive Personen, die in Schnell- und Richtungswechselsportarten (Fußball, Handball, Ski) zurückkehren möchten
  • Berufe mit hoher körperlicher Kniebelastung (Treppen steigen, schweres Heben)
  • Jüngere Patienten mit langem verbleibendem Aktivitätshorizont
  • Frühe Kniearthrose, bei der die Instabilität den Knorpelverschleiß beschleunigt

Eine konservative Behandlung (Physiotherapie, Muskelaufbau, Schiene) kann hingegen ausreichend sein, wenn das Aktivitätsniveau sehr gering ist, das Knie durch die Muskulatur ausreichend stabilisiert werden kann und keine Begleitverletzungen vorliegen. Studien zeigen jedoch, dass etwa die Hälfte der zunächst konservativ behandelten Patientinnen und Patienten innerhalb von Jahren doch noch operiert wird – häufig dann mit zusätzlichen Meniskusschäden.

Achtung: Ein unbehandelter vollständiger Kreuzbandriss erhöht das Risiko für Meniskusschäden und eine vorzeitige Kniearthrose erheblich. Je länger die Instabilität andauert, desto wahrscheinlicher werden Folgeschäden – lassen Sie Ihr Knie zeitnah von einem Spezialisten beurteilen.

Schematische Darstellung der vorderen Kreuzbandplastik mit Bohrkanaelen in Ober- und Unterschenkel

Kreuzbandplastik: Die Operationsverfahren im Detail

Für die operative Versorgung eines Kreuzbandriss stehen drei grundsätzlich verschiedene Verfahren zur Verfügung. Welches davon zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem Verletzungstyp, dem Ausmaß des Risses, dem Alter und der körperlichen Aktivität des Patienten sowie dem Befund begleitender Strukturen. Der OPS-Schlüssel für die Kreuzbandrekonstruktion lautet 5-822.4.

Kreuzbandplastik durch Sehnentransplantation (Kreuzbandrekonstruktion)

Die arthroskopische (gelenkspiegelnde) Kreuzbandplastik ist das Standardverfahren und wird in rund 80 Prozent aller Fälle angewendet. Das gerissene Kreuzband wird dabei durch ein körpereigenes Sehnentransplantat (autologes Transplantat) ersetzt, das über präzise gebohrte Knochenkanäle im Oberschenkelknochen (Femur) und im Schienbein (Tibia) eingezogen und dort fixiert wird. Der gesamte Eingriff erfolgt minimalinvasiv über zwei bis drei kleine Hautschnitte – eine offene Operation ist nicht erforderlich.

Wahl des Transplantats: Für das Transplantat kommen vor allem zwei körpereigene Sehnen in Frage:

  • Mittleres Patellasehnendrittel (Sehne unterhalb der Kniescheibe): Dieses Transplantat kann mit einem kleinen Knochenstück an beiden Enden entnommen werden, was die knöcherne Einheilung im Bohrkanal beschleunigt. Die Maximallast liegt bei 1.800–2.000 kg und kommt dem natürlichen Kreuzband (ca. 2.400 kg) sehr nahe. Nachteil: In den ersten Monaten können Schmerzen beim Knien im Entnahmebereich auftreten.
  • Semitendinosussehne (Halbsehnenmuskel an der Oberschenkelrückseite, sog. Hamstringsehne): Diese Sehne wird über einen kleinen Schnitt an der Schienbeininnenseite entnommen und vierfach gebündelt, wodurch eine Traglast von ca. 2.400 kg erreicht wird – vergleichbar mit dem natürlichen Kreuzband. Die Entnahmemorbidität (Schmerzen nach der Entnahme) ist geringer als bei der Patellasehne, die Einheilungsphase kann jedoch etwas länger dauern, da kein Knochenstück mitgenommen wird.
  • Quadrizepssehne (Sehne des Oberschenkelstreckmuskels): Zunehmend als Alternative genutzt, besonders bei Revisionseingriffen oder wenn andere Sehnen bereits verwendet wurden.

Fixierung des Transplantats: Das eingezogene Transplantat wird mit speziellen Schrauben oder Schlaufen-Fadensystemen (sog. Tight-Rope- oder Endobutton-Systeme) im Bohrkanal verankert. Resorbierbare Schrauben lösen sich nach etwa zwei Jahren von selbst auf; bei schlechter Knochenqualität können Titanschrauben notwendig sein. Neuere Verfahren (»All-Inside-Technik«) bohren die Knochenkanäle ausschließlich von innerhalb des Gelenkes, wodurch kürzere Kanäle entstehen und die Knochensubstanz besser erhalten bleibt.

Biologische Einheilung: Nach der Transplantation durchwachsen körpereigene Blutgefäße die Sehne (Vaskularisierung), die sich schrittweise zu einem neuen Kreuzband umbaut. Dieser Prozess dauert 6–12 Monate und ist entscheidend dafür, wann eine vollständige sportliche Belastung wieder möglich ist.

Begleitverletzungen mitbehandeln: Während der arthroskopischen Kreuzbandrekonstruktion untersucht der Operateur gleichzeitig Meniskus, Knorpel und Seitenbänder. Vorhandene Meniskusrisse oder Knorpelschäden werden im selben Eingriff mitversorgt, da eine verbleibende Instabilität den Erfolg einer Knorpeltherapie gefährden würde.

Kreuzbandnaht bei Teilriss (Healing-Response-Technik)

Wenn das Kreuzband nicht vollständig, sondern nur teilweise gerissen ist (weniger als 50 % des Banddurchmessers) und die verbleibenden Fasern noch am knöchernen Ansatz haften, kann in günstigen Fällen eine Naht ausreichen. Der Operateur frischt den knöchernen Ansatzbereich mit kleinen Bohrungen an (sog. Healing-Response-Technik) und näht die gerissenen Fasern mit speziellen Nahttechniken wieder an den Knochen. Der entscheidende Vorteil: Das originale Kreuzband mit allen Nervenendigungen (Propriozeptoren, d. h. Tiefensensoren für die Gelenkkoordination) bleibt erhalten. Nachteil: Die Naht ist mechanisch weniger belastbar als eine Rekonstruktion und erfordert ein strengeres Nachbehandlungsschema mit zeitweiser Entlastung und Schienentragen. Die Mitarbeit des Patienten (Compliance) ist hier besonders entscheidend.

Refixation nach knöchernem Ausriss

Reißt das Kreuzband nicht im Bandgewebe selbst, sondern mit einem Knochenstück aus seiner Verankerung heraus (knöcherner Ausriss), kann dieses Fragment mithilfe von Schrauben und Drähten wieder an seiner ursprünglichen Stelle befestigt werden – ohne dass ein Transplantat notwendig ist. Dieses Verfahren ist besonders bei Kindern und Jugendlichen relevant, bei denen das Kreuzband häufig mit einem Knochenstück aus dem Schienbein (Tibia) herausreißt. Besondere Sorgfalt ist dabei geboten, die noch offenen Wachstumsfugen nicht zu verletzen. Nach etwa sechs bis acht Wochen ist das refixierte Knochenstück eingeheilt; die eingebrachten Implantate können bei Bedarf entfernt werden.

Gut zu wissen: Die Kreuzbandplastik kann in bestimmten Fällen sinnvoll mit weiteren gelenkerhaltenden Eingriffen kombiniert werden – etwa mit einer Umstellungsosteotomie (operativen Beinachsenkorrektur bei X- oder O-Beinen) oder einer Knorpeltransplantation. In diesen Fällen ist eine intakte Kreuzbandfunktion Voraussetzung für den Erfolg der begleitenden Maßnahme.

Unser Vorgehen bei der Kreuzbandplastik im MainMed MVZ

In unserem MVZ legen wir bei der Behandlung von Kreuzbandrissen besonderen Wert auf ein individuell abgestimmtes Vorgehen: Wir prüfen für jeden Patienten sorgfältig, ob eine operative Versorgung tatsächlich notwendig ist oder ob eine konservative Therapie ausreichen kann. Wenn eine Operation indiziert ist, streben wir ein minimalinvasives, arthroskopisches Verfahren nach aktuellem fachlichem Standard an – mit dem Ziel, die natürliche Gelenkstruktur so weit wie möglich zu erhalten und Begleitverletzungen im selben Eingriff mitzubehandeln.

Unsere Operationstechnik

Im MainMed MVZ führen wir die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes überwiegend mit einer Semitendinosussehne des betroffenen Kniegelenkes durch. Die Operation erfolgt vollständig arthroskopisch und in der modernen All-Inside-Technik, wodurch nur kleine Knochenkanäle angelegt werden müssen. Das Transplantat wird anatomisch positioniert und mithilfe eines TightRope®-Fixationssystems stabil am Ober- und Unterschenkelknochen verankert. Dieses minimalinvasive Verfahren ermöglicht eine präzise Rekonstruktion des Kreuzbandes bei möglichst geringer Belastung des umliegenden Gewebes.

Die Kreuzbandplastik wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt – beide Verfahren sind sicher und gut verträglich. Die Wahl richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Patienten und der Präferenz des Anästhesieteams. Zusätzlich kann eine Blutsperre am Oberschenkel angelegt werden, um dem Operateur eine bessere Sicht auf das Operationsgebiet zu ermöglichen.

Aspekt Typische Angabe
Narkoseform Spinalanästhesie oder Vollnarkose
OP-Dauer ca. 45–75 Minuten (je nach Komplexität und Begleitverletzungen)
Krankenhausaufenthalt nur in besonderen Fällen 1 Nacht
Ambulant möglich? in der Regel möglich
Thromboseprophylaxe Tägliche Heparinspritze bis zur sicheren Vollbelastung

Am Operationstag selbst werden Sie zunächst von der Anästhesie aufgeklärt und vorbereitet. Nach dem Eingriff wird das Knie hochgelagert und gekühlt; eine Redon-Drainage (kleiner Kunststoffschlauch zum Ableiten von Wundsekret) kann für einige Stunden eingelegt sein. Die Mobilisation beginnt bereits am ersten postoperativen Tag unter physiotherapeutischer Anleitung.

Tipp: Kommen Sie nüchtern zur Operation (in der Regel ab Mitternacht nichts essen und trinken) und organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg sowie Unterstützung in den ersten Tagen zuhause. Bereiten Sie Ihre Wohnung vor: Gehstützen bereitstellen, rutschige Teppiche entfernen, häufig benötigte Gegenstände in Griffweite lagern.

Nachbehandlung nach der Kreuzbandplastik

Die Nachbehandlung nach einer Kreuzbandplastik verläuft in klar definierten Phasen und ist entscheidend für das langfristige Ergebnis – ein gut strukturiertes Rehabilitationsprogramm ist mindestens ebenso wichtig wie die Operation selbst.

Phase 1 – Abschwellung und frühe Mobilisation (Woche 1–2): Im Vordergrund stehen Abschwellung (Kühlung, Hochlagerung, Lymphdrainage) und die Vermeidung von Muskelabbau. Bei planmäßigem Verlauf darf das Knie nach einer Kreuzbandplastik bereits wenige Tage nach dem Eingriff schrittweise belastet werden. Eine vollständige Ruhigstellung wäre kontraproduktiv: Schon nach 7–10 Tagen vollständiger Schonung können bis zu 50 % der Oberschenkelmuskelkraft verloren gehen, deren Wiederaufbau dann bis zu 18 Monate dauert. Gehstützen werden für die ersten 1–2 Wochen empfohlen.

Phase 2 – Beweglichkeit und Muskelaufbau (Woche 3–6): Physiotherapeutische Übungen zur Wiederherstellung des vollen Bewegungsumfangs stehen im Mittelpunkt. Eine Gelenkorthese (Knieschiene) kann für 4–6 Wochen getragen werden, um das Transplantat in der frühen Einheilungsphase zu schützen.

Phase 3 – Intensiver Kraftaufbau (ab Woche 6–12): Gezielte Kräftigungsübungen für Oberschenkel- und Unterschenkelmuskulatur, Koordinations- und Gleichgewichtstraining. Radfahren und Schwimmen sind ab etwa der 4.–6. Woche möglich.

Rückkehr in Beruf und Alltag: Sitzende Bürotätigkeiten können in der Regel nach 10–14 Tagen wieder aufgenommen werden. Berufe mit hoher körperlicher Belastung erfordern eine Pause von 3–4 Monaten.

Rückkehr zum Sport: Da das Transplantat in der Einheilungsphase zunächst an mechanischer Festigkeit verliert, bevor es sich zu einem belastbaren Kreuzband umbaut, sollte die Rückkehr zu Schnell- und Kontaktsportarten (Fußball, Handball, Skifahren) frühestens nach 8-12 Monaten erfolgen. Nach etwa 12 Monaten kann von einer dem natürlichen Kreuzband vergleichbaren Belastbarkeit ausgegangen werden. Sprinttraining ist ab ca. 5 Monaten möglich. Autofahren ist in der Regel nach 2–4 Wochen wieder erlaubt, abhängig vom operierten Bein und der Fahrzeugart.

Entnahme des Sehnentransplantats fuer die Kreuzbandplastik

Wann sollten Sie einen Kniespezialisten aufsuchen?

Wenn Sie nach einem Verdrehtrauma oder einem Sportunfall Knieinstabilität, ein hörbares Knacken im Knie, eine rasch zunehmende Schwellung oder das Gefühl verspüren, dass das Knie »weggibt«, sollten Sie zeitnah einen Facharzt aufsuchen – idealerweise innerhalb von 24–48 Stunden nach der Verletzung. Je früher eine präzise Diagnose (klinische Untersuchung plus MRT-Bildgebung) gestellt wird, desto besser lässt sich der optimale Zeitpunkt für eine Operation planen: Entweder 1–2 Tage nach dem Unfall oder – bei bereits abgeklungener Schwellung – nach 2–3 Wochen.

Auch wenn Sie bereits mit einem bekannten Kreuzbandriss leben und das Knie zunehmend instabil wird oder Sie sportliche Aktivitäten wieder aufnehmen möchten, ist ein Gespräch mit einem Spezialisten sinnvoll. Gleiches gilt, wenn Sie nach einer bereits erfolgten Kreuzbandplastik erneute Instabilität bemerken – in diesem Fall kann eine Revisionsoperation notwendig sein.

Gut zu wissen: Mögliche Komplikationen nach einer Kreuzbandplastik umfassen Infektionen des Gelenks (ca. 0,5 %), tiefe Beinvenenthrombosen (ca. 2 %), Tunnelweitungen im Knochen, Bewegungseinschränkungen durch Narbengewebe (Arthrofibrose) sowie in seltenen Fällen Nervenschäden. Über alle relevanten Risiken werden Sie im Aufklärungsgespräch vor der Operation ausführlich informiert.

Zweite Meinung gefragt?

Vor einer Knie-OP lohnt sich der zweite Blick.

Steht bei Ihnen eine Kreuzbandplastik im Raum und suchen Sie eine fundierte Zweitmeinung in Frankfurt? Im MainMed MVZ beraten wir Sie ehrlich, ob und welcher Eingriff für Sie sinnvoll ist – mit dem Ziel, so gelenkerhaltend und minimalinvasiv wie möglich vorzugehen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin.

Ihre Zweitmeinung erhalten Sie bei

Dr. med. Florian Rüger

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie · MainMed MVZ Frankfurt

Dr. med. Florian Rüger im MainMed MVZ Frankfurt Privat & Kasse

Zusammenfassung

Zentrale Erkenntnisse

Spontanheilung ausgeschlossen: Ein vollständiger vorderer Kreuzbandriss heilt ohne Operation nicht aus – das Risiko für Folgeschäden an Meniskus und Knorpel steigt mit jeder weiteren Instabilitätsepisode.

Körpereigenes Transplantat bevorzugt: Als Ersatz dienen körpereigene Sehnen (autologes Transplantat), meist die Semitendinosussehne oder das mittlere Patellasehnendrittel – beide bieten hohe Reißfestigkeit und gute biologische Integration.

Drei Operationsverfahren verfügbar: Neben der klassischen Kreuzbandplastik (Sehnentransplantation) kommen in geeigneten Fällen die Kreuzbandnaht bei Teilriss sowie die Refixation bei knöchernem Ausriss in Betracht.

Rehabilitation entscheidet mit: Die Einheilungsphase des Transplantats dauert 6–12 Monate; ein strukturierter Muskelaufbau ab dem zweiten postoperativen Tag ist entscheidend für das langfristige Ergebnis.

Fazit

FAQ

Haeufig gestellte Fragen

Wann muss eine Kreuzbandplastik durchgeführt werden?

Eine Kreuzbandplastik ist in der Regel notwendig, wenn das vordere Kreuzband vollständig gerissen ist, das Kniegelenk dauerhaft instabil bleibt und konservative Maßnahmen keine ausreichende Stabilisierung bewirken. Besonders bei sportlich aktiven Menschen, Begleitverletzungen von Meniskus oder Seitenbändern sowie körperlich belastenden Berufen wird die Operation empfohlen. Bei sehr geringem Aktivitätsniveau und stabilen Verhältnissen kann eine konservative Behandlung ausreichen.

Wie lange dauert die Kreuzbandplastik?

Die arthroskopische Kreuzbandplastik dauert in der Regel 45 bis 75 Minuten. Bei gleichzeitiger Behandlung von Begleitverletzungen (z. B. Meniskusriss) kann sich die Operationszeit entsprechend verlängern. Hinzu kommen Vor- und Nachbereitungszeit im OP-Bereich.

Wird die Kreuzbandplastik ambulant oder stationär durchgeführt?

In geeigneten Fällen ist eine ambulante Durchführung möglich; häufig ist jedoch ein kurzer stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Tagen üblich, um die frühe Mobilisation und Schmerzbehandlung zu sichern. Ob der Eingriff bei Ihnen im MainMed MVZ ambulant oder stationär erfolgt, klärt Dr. Rüger im persönlichen Gespräch.

Wie lange benötige ich Gehstützen und bin ich krankgeschrieben?

Gehstützen werden in der Regel für 1–2 Wochen nach der Kreuzbandplastik empfohlen. Die Krankschreibung beträgt bei sitzenden Tätigkeiten ca. 2 Wochen; bei körperlich belastenden Berufen kann sie 3–4 Monate betragen. Die genaue Dauer richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf und dem Berufsbild.

Wann darf ich nach der Kreuzbandplastik wieder Auto fahren und Sport treiben?

Autofahren ist bei unkompliziertem Verlauf in der Regel nach 2–4 Wochen wieder möglich, abhängig vom operierten Bein und der Fahrzeugart. Schwimmen und Radfahren sind ab etwa der 4.–6. Woche erlaubt. Jogging und sportliches Radfahren sind ab ca. 12 Wochen möglich; Ballsportarten und Kontaktsport erst nach mindestens 6 Monaten – wenn das Transplantat ausreichend eingeheilt ist.

Welche Risiken hat die Kreuzbandplastik?

Zu den möglichen Komplikationen zählen Gelenkinfektionen (ca. 0,5 %), tiefe Beinvenenthrombosen (ca. 2 %), Lungenembolie (ca. 0,1 %), Arthrofibrose (Narbengewebe mit Bewegungseinschränkung), Tunnelweitungen im Knochen sowie in seltenen Fällen Nervenschäden. Die Revisionsrate (erneute Operation) liegt bei etwa 10–15 %. Über alle Risiken werden Sie im Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.

Wo wird die Kreuzbandplastik in Frankfurt durchgeführt?

Im MainMed MVZ Frankfurt sind Sie bei Dr. Rüger und seinem Team in erfahrenen Händen. Wir beraten Sie ehrlich, ob und welche operative Versorgung für Sie sinnvoll ist. Termine können Sie bequem online vereinbaren.

Medizinische Codierung (ICD-10): M23.61, M23.62, S83.5, S83.6

Nach oben scrollen
Termine online buchen Doctolib Privat versichert? MainMed Private